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Samstag Shop: „Die Vielfalt tut uns gut“

25. Juni 2014 / von / 0 Kommentare

Wer auf der Suche nach fair produzierter und exklusiver High Fashion ist, wird im 5. Bezirk in der Margaretenstraße 46 fündig. Dort eröffneten Peter Holzinger und Christian Moser vor vier Jahren den Samstag Shop.

Text: Magdalena Summereder

Der schicke Design Laden bietet eine Auswahl an Mode von europäischen JungdesignerInnen an, darunter natürlich das hauseigene Label „superated“, das die beiden seit 2008 gemeinsam betreiben. Die qualitativ hochwertige Kleidung deckt von Männer- über Frauen- bis hin zu Unisexmode alles ab. Elegante Anzüge (superated), die mit ausgefallenen Details überraschen, verspielte, von Tiermotiven inspirierte Damentops (La Casita de Wendy/Spanien), konzeptionelle und individuelle Unisex-Stücke (house of the very island’s/Österreich) und legere Sportmode hängen nebeinander. „Die Vielfalt tut uns gut. Wir glauben daran, dass so etwas in Wien Platz hat.“

Das Besondere am Samstag Shop ist das Konzept dahinter: Alle JungdesignerInnen, die ihre Mode dort verkaufen, lassen ihre Ware in Europa fair produzieren. Mit Ausnahme des einzigen außereuropäischen Labels – Plotz aus Hong Kong, das vor Ort herstellen lässt. Wenn Christian Moser, der bei superated und Samstag für Marketing und Presse zuständig ist, über faire Produktion spricht, wird er leidenschaftlich. „In der Produktion findet extreme Ausbeutung auf Kosten vieler Menschen statt. Und da wollen wir nicht mitspielen.“ Er und Peter Holzinger, der Designer hinter der Marke superated, lassen in Österreich und in der Slowakei produzieren. Dort können sie sichergehen, dass den ProduzentInnen zumindest der Mindestlohn bezahlt wird. Das ebenfalls im Samstag Shop erhältliche Label house of the very island’s geht noch weiter und verwendet nur fair gehandelte und nachhaltig produzierte Stoffe.

Peter Holzinger und Christian Moser suchten gezielt nach einem leeren Erdgeschosslokal in Margareten, da „gleich das Gefühl da war, dass dieser Bezirk ein sehr spannender Standort mit mittel- oder längerfristigem Entwicklungspotential ist."

Regelmäßig finden auch Events in Kooperation mit KünstlerInnen und DesignerInnen statt.

Dass sich faire Produktion preislich bemerkbar macht, nehmen die beiden gerne in Kauf. „Unsere KundInnen wissen das zu schätzen und wollen Klasse statt Masse. Anstatt sich fünfmal die Woche ein Billigkleid zu kaufen, legen sie Wert darauf, vielleicht fünfmal im Jahr etwas zu erstehen, das fair produziert ist, eine gute Qualität und ein tolles Design hat. Auf so etwas passt man auch besser auf, das hat man länger.“

Klasse statt Masse

Ein weiterer wichtiger Punkt des Samstag Shops ist, dass dort regelmäßig Events in Kooperation mit KünstlerInnen und DesignerInnen stattfinden. Bei diesen Veranstaltungen haben unter anderen schon Ursula Hübner, Tex Rubinowitz und Siggi Hofer ihre Werke im Shop präsentiert. Am 11. und 12. Juni fand eines dieser Events, der samstag’s Zimmerservice, erstmals außerhalb statt. Zwei Suiten des ebenfalls in Margareten liegenden Hotel Falkenstein werden von KünstlerInnen und ExpertInnen der Szene aus dem Bezirk bespielt. Gleichzeitig sorgt ein Pop-Up Store dafür, dass die Räume in Fashion Store und Galerie verwandelt werden.

Die Verbundenheit mit dem fünften Bezirk und die Wahl des Standortes für den Samstag Shop sind kein Zufall. Peter Holzinger und Christian Moser suchten gezielt nach einem leeren Erdgeschosslokal in Margareten, da „gleich das Gefühl da war, dass dieser Bezirk ein sehr spannender Standort mit mittel- oder längerfristigem Entwicklungspotential ist.“ Sie scheinen damit Recht zu haben, denn in der Nähe des Samstag Shops findet man Geschäfte aus unterschiedlichen Kreativbereichen und Cafés, die zum Verweilen einladen. Wer neugierig geworden ist und es gerne exklusiv mag, kann sich neben den regulären Öffnungszeiten übrigens auch einen privaten Shoppingtermin ausmachen.

Infos unter: www.samstag-shop.com/www.superated.com


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