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Zeichen für mehr Toleranz: Wiener Ampelpärchen dürfen bleiben

19. Mai 2015 / von / 0 Kommentare

Die Freude ist groß: Die Wiener Ampelpärchen dürfen bleiben. Das kündigte Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Die Grünen) in einem Facebook-Posting an. Das sei „großartig für die Akzeptanz von lesbischwulen Paaren und natürlich auch für den Wien-Tourismus“, heißt es darin.

Sie sind erst wenige Wochen alt und haben schon Kultstatus erlangt: die zwei- und gleichgeschlechtlichen Ampelpärchen an 49 Standorten in Wien. Waren diese zunächst lediglich als Marketing-Gag für den Eurovision Song Contest bis Ende Juni geplant, so dürfen sie jetzt dauerhaft bleiben. Das schreibt Maria Vassilakou, Verkehrsstadträtin der Grünen, auf ihrer Facebook-Seite: „Der Zuspruch zu den Ampelpärchen ist wirklich überwältigend – Danke euch allen dafür! Sie haben zehntausende Facebookfans, sind zu einem beliebten Fotomotiv geworden und haben jetzt schon Kultstatus. Das ist großartig für die Akzeptanz von lesbischwulen Paaren und natürlich auch für den Wien-Tourismus. Wir haben daher beschlossen, dass wir die neuen Symbole beibehalten.”

Die Fußgängersignale sorgten international für Aufregung und Zuspruch: sie schafften es unter anderem in die “New York Times”, die “Washington Post” und die “BBC”. Zuvor hatte sich eine eigene Facebook-Seite mit knapp 20.000 Fans für den Erhalt der Ampelpärchen eingesetzt. Das nächste Ziel der Ampelpärchen-Fans sind etwa weitere Symbole wie RollstuhlfahrerInnen und andere Städte wie etwa Graz.

Geteilte Stimmen in der Wiener Politik

Aber nicht alle sind glücklich über die neuen Ampeln: Der Wiener ÖVP-Chef Manfred Juraczka sprach von einem “rot-grünen Jammertal”, die FPÖ erstattete sogar Anzeige gegen Maria Vassilakou, wie die “Krone” letzte Woche berichtete. Der Grund: sie würden gegen Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung verstoßen. Die MA 33 und der ÖAMTC sehen hingegen keinen solchen Verstoß.

“Ich bin dafür, dass die Ampeln bleiben”, sagte auch Georg Hanschitz, ÖVP-Bezirkschef in Rudolfsheim-Fünfhaus, am Montag. Er will die Ampelpärchen ähnlich vermarkten wie es etwa Berlin mit seinem “Ampelmann” aus DDR-Zeiten macht.

Foto: Facebook

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