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WKW-Umfrage: Ja zur Sonntagsöffnung in Tourismuszonen

09. Dezember 2014 / von / 0 Kommentare

Die Wirtschaftskammer Wien rief ihre Mitglieder zur größten Befragung seit Jahrzehnten auf. Das Ergebnis: Wiens UnternehmerInnen wünschen sich die Sonntagsöffnung in Tourismuszonen, eine ganzjährige Schanigartenöffnung und eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge.

14.465 Mitglieder der Wirtschaftskammer Wien haben abgestimmt und sind, laut Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, zu “klaren Ergebnissen” gekommen: 72,6 % der Wiener UnternehmerInnen stimmen für eine Errichtung von Tourismuszonen mit Sonntagsöffnung. Durch die Sonntagsöffnung könnten, so die WKW, 800 neue Arbeitsplätze geschaffen und 140 Mio. Euro Mehreinnahmen getätigt werden. „Acht Bundesländer profitieren schon seit Jahren von Tourismuszonen. Es ist völlig unverständlich, warum das in Wien – dem Bundesland mit dem stärksten Wachstum im Tourismusbereich – bisher nicht möglich war“, so Walter Ruck, Präsident der Wiener Wirtschaftskammer.

80,9 % der Wiener UnternehmerInnen wünschen sich eine ganzjährige Schanigartenöffnung. „Es spricht nichts dagegen, dass man bereits im Februar 2015 in einem Wiener Schanigarten einen Kaffee serviert bekommt“, sagt Ruck. Ein weiterer Abstimmungspunkt war die Senkung der SVA Krankenversicherungsbeiträge: 60,1 % der Wiener UnternehmerInnen fordern eine Sozialversicherungsentlastung. Der Präsident der Wiener Wirtschaftskammer möchte das Thema der SVA-Beitragssenkung auf Bundesebene heben und das zuständige Sozialministerium über die Ergebnisse informieren. „Die Frage, wie die Unternehmer in der Sozialversicherung entlastet werden wollen, ist nun endgültig geklärt. Die Befragungsergebnisse bieten einen guten Anlass, um in Richtung mehr Gerechtigkeit jetzt etwas zu verändern und die Unternehmer zu entlasten“, erklärt Ruck.

Alle drei Themen sind und waren immer wieder Bestandteil von Diskussionen im Wiener Wirtschaftsparlament. Jetzt herrscht, laut der Wirtschaftskammer, Klarheit in welche Richtung sich die Wiener UnternehmerInnen Veränderungen wünschen. Doch von den 90.000 Mitgliedern haben nur 14.465 ihre Stimmkarten abgegeben.Die Beteiligung der UnternehmerInnen lag somit nur bei 16 %. Ruck appelliert an alle Fraktionen im Wirtschaftsparlament: „Unsere Mitgliedsbetriebe geben die Richtung vor. Setzen wir uns für deren Interessen ein – gemeinsam, denn dann erreichen wir die besten Ergebnisse für unsere Mitglieder.“ Die Entscheidung der Wiener Unternehmer ist jetzt Auftrag für die verantwortlichen Politiker, notwendige Maßnahmen und Änderungen rasch umzusetzen“, sagt Walter Ruck.

Foto © WKW


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