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Wiener Club „Flex“ steht angeblich vor Konkursverfahren

02. Oktober 2014 / von / 0 Kommentare

Seit 1995 ist das „Flex“ ein fixer Bestandteil der Wiener Clubszene. Nun steckt der dahinterstehende Verein laut Gläubigerschutzverband AKV in einem Konkursverfahren. Der Grund ist laut Angaben des Chefs eine ausstehende Rechnung der Krankenkasse.

Schlechte Nachrichten für alle LiebhaberInnen der Wiener Independent-Musikszene? Das „Flex“ am Donaukanal soll laut mehreren Medienberichten pleite sein. Hinter dem Club steht der Kunst- und Kulturverein U.S.W., dessen Gläubiger, heute, Donnerstag, ein Konkursverfahren beim Handelsgericht eröffnet hat. Laut Obmann Thomas Eller kam der Antrag von der Gebietskrankenkasse – wegen einer nicht bezahlten Rechnung, die jedoch schon beglichen worden sei, berichtet das „Wirtschaftsblatt“. Es liege jedoch noch ein weiterer Gläubigerantrag vor, so der AKV. Von diesem wisse Eller jedoch laut eigenen Angaben nichts, wie er der „APA“ mitteilte. Auch zum Vermögensstatus wurden keine Angaben gemacht. Den Verein gibt es laut Vereinsregisterauszug bereits seit dem Jahr 1991.

Der Club wurde in Medienberichten immer wieder als „Drogenumschlagplatz“ beschrieben. Auch Fälle von rassistischer Einlassverweigerung wurden publik. Im Jahr 2008 stieß der Chef Thomas Eller mit der Forderung, die Sperrstunde von 4 Uhr auf 6 Uhr zu verschieben, noch auf taube Ohren. 2011 wurden die längeren Öffnungszeiten in Wien schließlich doch beschlossen. Trotz aller Negativschlagzeilen bleibt das „Flex“ für etliche Musik- und PartyliebhaberInnen in Wien aber ein fixer Treffpunkt.

Update: Laut Statement von Thomas Eller auf Facebook wurde das Verfahren bereits eingestellt.

Foto: © Sven Gross-Selbeck


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