Direktion der Volkshochschulen

Wienblicke

16. April 2015 / von / 0 Kommentare

Phobie wird auf Wikipedia beschrieben als eine übertriebene Angst, die ohne konkrete Gefahr auftritt und mögliche Bedrohungen in ihrer Gefährlichkeit überschätzt.

Kolumne: VHS Wien-Geschäftsführer Mario Rieder

Eine Panikattacke besonderer Art, offensichtlich in Folge einer schweren Sprachenphobie, trat vor kurzem in einer „Business School“ in Niederösterreich auf.

Die dortige Schulleitung verfügte, dass im Schulgebäude lediglich die „Amtssprache Deutsch” gesprochen werden dürfe, auch in Pausen oder bei privaten Telefonaten.

Ausgenommen wurde lediglich der Gebrauch der in der Schule angebotenen Fremdsprachen, und auch das nur während des Unterrichts.

Währenddessen versucht die VHS in Wien, Familien zu bestärken und zu ermutigen, ihre Kinder mehrsprachig aufwachsen zu lassen. Und dabei typische Missverständnisse und Vorurteile auszuräumen.

Und ich bin überzeugt, nicht nur Einsprachigkeit ist heilbar. Auch die Angst vor unerwünschten Risiken und Nebenwirkungen des Kontakts mit anderen Sprachen lässt sich auflösen in Neugier und Lust auf Neues.

 

Foto © VHS Wien

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