Direktion der Volkshochschulen

Wienblicke

17. Februar 2015 / von / 0 Kommentare

Einen der diesjährigen Radiopreise der Erwachsenenbildung überreichte ich kürzlich einem jungen italienischen Studenten für seine mehrsprachig gestaltete Hörfunkdokumentation. Matteo Coletta, der laut Selbstbeschreibung fließend Italienisch, Französisch und Englisch, hingegen nur mäßig gut Deutsch spricht, hielt im Anschluss eine kurze Dankesrede in gekonntem Deutsch.

Kolumne: VHS Wien-Geschäftsführer Mario Rieder

Ausgezeichnet wurde im Radiokulturhaus auch ein Beitrag, in dem über 160 SchülerInnen und Erwachsene aus dem Salzkammergut ihre eigenen Sprachschätze präsentierten. Sie machten damit hörbar, wie erstaunlich vielfältig diese Region klingt.

Dieser selbstbewussten Gelassenheit im Umgang mit Mehrsprachigkeit begegne ich in meinem beruflichen und privaten Alltag in Wien erfreulicherweise immer öfter. Und das hebt sich wohltuend ab vom ängstlichen Wegdrängen von allem, was nicht monolingual Deutsch, sondern auch von anderen Sprachen durchzogen ist.

Wir sollten es uns daher noch öfter gönnen, unsere Sprachenvielfalt ebenso selbstverständlich wie stolz hörbar und damit sichtbar zu machen.

 

Foto © VHS Wien

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