Eine Menschenrechtsstadt für alle!

Wien wird “Stadt der Menschenrechte”

10. Dezember 2014 / von / 0 Kommentare

Bürgermeister Häupl und Stadträtin Frauenberger kündigen die Deklaration „Menschenrechtsstadt Wien“ im Gemeinderat an.

Passend zum heutigen Tag der internationalen Menschenrechte, haben Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) und Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) die Deklaration zur “Menschenrechtsstadt Wien” am 19. Dezember im Gemeinderat angekündigt. “Wien ist Menschenrechtsstadt und soll noch stärker zum internationalen Vorbild werden”, sagte Häupl. Die Deklaration soll die bereits bestehenden menschenrechtlichen Standards in Wien sichern und verbessern.

Eine Stadt der Menschenrechte gewährleiste diese Rechte für alle – Nicht-Diskriminierung sowie Partizipation und Inklusion in Politik und Verwaltung. “Menschenrechte sind eine Querschnittsmaterie, sie betreffen den Integrationsbereich gleichermaßen wie die Themen Mobilität, Gesundheit, Umwelt oder Wohnen. Als Menschenrechtsstadt setzen wir die Menschenrechtsbrille auf und gestalten Wien gesamtheitlich nach menschenrechtlichen Prinzipien”, sagte Sandra Frauenberger.

Entwicklungsprozess zur Menschenrechtsstadt Wien

Grundlage für die Deklaration zur Menschenrechtsstadt und den weiterführenden Prozess ist die Studie “Wien – Stadt der Menschenrechte” des Menschenrechtsexperten Manfred Nowak. “Die Studie stellt Wien ein gutes und im internationalen Vergleich sogar hervorragendes Zeugnis aus. Darauf wollen wir uns aber nicht ausruhen. Im Bereich Antidiskriminierung zum Beispiel sind unsere Projekte und Einrichtungen Best-Practices, aber solange Frauen mit sexistischen Bemerkungen konfrontiert sind, MigrantInnen mit Rassismus zu kämpfen haben oder Homo- und Transphobie in manchen Kreisen noch salonfähig ist, gibt es in einer Menschenrechtsstadt noch genug zu tun “, so Frauenberger.

Die Menschenrechtsstadt-Deklaration soll den Weg in Richtung Vorzeige-Menschenrechtsstadt ebnen. In der nächsten Zeit soll daher ein Maßnahmeplan für vier Jahre, die institutionelle Verankerung des Querschnittthemas Menschenrechte in Verwaltung und Politik sowie die Etablierung eines internen und externen Monitorings bzw. Berichtwesens entwickelt werden.

 Foto © Bohmann/PID


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