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Sport ist (nicht) Mord

16. März 2016 / von / 0 Kommentare

Das alte Sprichwort von Sport und Mord ist längst überholt. Regelmäßige Bewegung hält fit und ist für die Gesundheit von zentraler Bedeutung. Wir haben zwei Sportfans bei ihren Aktivitäten begleitet.

Fotos: Igor Ripak

Es ist ein altbekanntes und wiederkehrendes Muster: Das neue Jahr beginnt und die Motivation, den persönlichen Lebensstil mehr oder weniger zu verändern, ist hoch. Ein sehr beliebter Neujahrsvorsatz etwa ist, ab nun regelmäßig Sport zu betreiben. Im Fokus steht dabei oft die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, der gesundheitliche Aspekt rückt eher in den Hintergrund. Dabei sollte eine definierte Figur nicht der einzige Grund und das alleinige Ziel sein, um Sport zu machen. Auch für die Gesundheit ist regelmäßige Bewegung wichtig.

Für die 27-jährige Lisa geht es beim Sport vor allem um die eigene Fitness. Sie hat das Laufen und Fahrradfahren für sich entdeckt, auch aus ganz bestimmten Gründen. „Da ich kein Geld für das Fitnesscenter ausgeben und mich lieber im Freien bewegen möchte, sind diese Sportarten für mich ideal.“ In der kalten Jahreszeit hat sie diese Aktivitäten etwas vernachlässigt, damit soll jetzt jedoch Schluss sein: „Über die Wintermonate habe ich kaum Sport und Bewegung gemacht, da bin ich mir richtig faul vorgekommen. Nach dem Sport fühle ich mich wesentlich aktiver und habe mehr Energie. Zudem ist regelmäßige Bewegung erheblich wichtig für die Gesundheit“, weiß die angehende Ärztin. Mit dem regelmäßigen Laufen hat sie daher vor ungefähr zwei Wochen wieder begonnen. Hierfür nutzt sie die Nähe zu Schönbrunn, auch, weil es dort besonders unter der Woche sehr angenehm ist. Schönbrunn ist bei vielen LäuferInnen eine sehr beliebte Location, sie ist aber bei weitem nicht die einzige in der Stadt. „In Wien findet man bestimmt immer irgendwo einen Park in der Nähe, aber auch an der Donau oder im Prater gibt es viele Möglichkeiten um Laufen zu gehen“, ist sich Lisa sicher. Einen bestimmten Rhythmus verfolgt sie bei ihren Sporteinheiten nicht, sie trainiert je nach verfügbarer Zeit und Wetterlage. Trotzdem möchte sie nun wieder so oft wie möglich Sport machen. „Ich versuche, mich zumindest jeden zweiten Tag aufzuraffen.“

Das Fahrrad verwendet die 27-jährige allerdings nicht primär für sportliche Aktivitäten, sondern mehr als Transportmittel. „Es ist oft so praktisch und angenehm, mit dem Fahrrad zu fahren, anstatt sich in volle U-Bahnen, Busse oder Straßenbahnen zu quetschen. Und man kommt auch immer planmäßig pünktlich an sein Ziel“, erzählt sie. Bei den Radwegen sieht sie noch Luft nach oben. Zu ihren Zieldestinationen seien zwar fast immer geeignete Radwege vorhanden, aber sie würde sich freuen, wenn diese noch weiter ausgebaut würden.

Leidenschaft Fußball
Für den 13-jährigen Romeo bedeutet Sport vor allem eines: Spaß! Der passionierte Fußballer ist bereits seit seiner frühesten Kindheit von dieser Sportart fasziniert. Die Begeisterung liegt in der Familie: „Mein Vater hat früher Fußball gespielt, ich habe es von ihm gelernt und schon als kleiner Junge mit dem Fußballspielen begonnen“, erinnert er sich. Es blieb aber nicht bei dem anfänglichen Hobby-Kicken – eines Tages, als er mit seinem Vater in einem Park spielte, wurde zufällig ein Fußballverein auf ihn aufmerksam. Dieser setzte sich mit der Familie in Kontakt und zwei Tage später kam der Anruf der Jugendleitung, dass Romeo zum Training kommen und sich vorstellen solle. Zu diesem Zeitpunkt besuchte der mittlerweile 13-jährige noch den Kindergarten – heute ist er Nachwuchsspieler bei einem großen Wiener Verein.

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 “Es wird oft vermutet, dass während dem Training nur mit dem Ball gespielt wird, so ist es aber nicht”, so Romeo.

Um auf dem Platz kontinuierlich Leistungen bringen zu können, ist regelmäßiges Training wichtig. Dabei wird nicht nur der Umgang mit dem Ball forciert. „Es wird oft vermutet, dass während dem Training nur mit dem Ball gespielt wird, so ist es aber nicht. Wir müssen auch andere Sachen machen: Kräftigungsübungen, Dehnen, Laufen und vieles, das nicht direkt mit dem Ball zu tun hat,“ so Romeo. Auch in seiner Freizeit, abseits des Trainingsplatzes, widmet er sich ganz dem Fußball und spielt entweder gemeinsam mit Freunden oder auch alleine in einem der Wiener Parks. Ein Leben ohne Sport? Für Romeo undenkbar: „Da ich jetzt schon so lange Fußball spiele, kann ich mir ein Leben ohne Sport nicht mehr vorstellen.“ Und er führt fort: „Ich möchte unbedingt professioneller Fußballspieler werden, das war schon immer mein Traum.“

 


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