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Ab Mai: Polizei gegen Schulschwänzende in Favoriten

21. April 2015 / von / 0 Kommentare

Im Kampf gegen das Schulschwänzen setzt der Stadtschulrat nun auf die Polizei. Ab Mai werden schulpflichtige Kinder in Favoriten von den BeamtInnen an öffentlichen Plätzen angesprochen. Die Bundesjugendvertretung (BJV) spricht von einer Kriminalisierung junger Menschen.

Eine neue Maßnahme des Stadtschulrates soll im Mai dieses Jahres das Schulschwänzen in Wien eindämmen. Schulpflichtige Kinder sollen von PolizistInnen angesprochen und aufgefordert werden sich auszuweisen. Wird jemand beim Schwänzen ertappt, wird dies bei der jeweiligen Schule gemeldet und ein fünftstufiger Plan tritt in Kraft. Dieser ist als Unterstützungshilfe betroffener SchülerInnen und deren Erzieungsberechtigten geplant. Wenn das Vorhaben nicht aufgeht, kann es zu einer Verwaltungsstrafe von bis zu 400 Euro kommen. Jedoch wird durch das frühzeitige Vorgehen eine Reduktion solcher Verfahren bei den Verwaltungsbehörden erwartet. Vorerst wird das Vorhaben im zehnten Wiener Gemeindebezirk getestet. Auch BürgerInnen können sich bei der Hotline des Schulschwänzbeauftragten der Stadt, Horst Tschaikner, mit konkreten Hinweisen melden.

BJV: Unterstützung statt Bestrafung

Die Bundesjugendvertretung (BJV) spricht sich jedoch gegen das Vorhaben des Wiener Stadtschulrates aus.  “Es darf nicht sein, dass Jugendliche, die sich an öffentlichen Plätzen aufhalten, kriminalisiert werden”, so die BJV-Vorsitzende Johanna Tradinik. “Schulschwänzen muss verhindert werden, denn es geht zu Lasten der Zukunft von jungen Menschen. Aber gerade Jugendliche in schwierigen Situationen brauchen Unterstützung und nicht Bestrafung”, meint Tradinik weiter.

Foto © Shutterstock

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