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Musik in Wien: Licht im Spiegel

10. Juni 2015 / von / 0 Kommentare

In einem Interview mit dem „Forbes“-Magazin sagte der österreichische Songwriter Lukas Hillebrand (Julian Le Play, Thorsteinn Einarsson) kürzlich: „Wir leben in einer Musikergeneration, in der wieder ein bisschen mehr das Herz zählt und was jemand zu sagen hat.“

Das ist doch schön. Es umreißt ein Gefühl in der Musikszene, das man tatsächlich hören und spüren kann, z.B. bei den aktuellen Releases von Leyya oder Inner Tongue. Aber vom Schreiben eines interessanten Songs auf der Gitarre bis zur Produktion eines Hits ist es nun mal ein weiter Weg. Zweifelsohne ein Weg, der heute ein bisschen breiter ist als der schmale Pfad vor ein paar Jahren, aber einfach so passiert trotzdem nichts.

Gerade jüngeren Vertretern der aktuellen Szene mag es im Kontext des aktuellen Wandels schwerer fallen, sich zu orientieren. In seiner Red Bull-Kolumne sinniert Thomas Hangweyrer, Sänger der Band The Boys You Know, über den Anspruch, den Musiker an sich selber stellen müssen: „Viele Künstler haben aber bisher eines übersehen: Mit der steigenden Aufmerksamkeit, die unsere Szene nun bekommt, vergrößert sich auch der Anspruch an unser Schaffen.“

Das ist richtig. Aber gerade dieses Reflektieren „unserer Szene“ ist ein toller Aspekt der aktuellen künstlerischen Entwicklungen und lässt einen beruhigt und erwartungsvoll nach vorne blicken.


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