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Musik in Wien: Frühlingsgefühle

08. April 2015 / von / 0 Kommentare

Ja, es gibt sie. Eine musikalische Wirklichkeit neben dem ESC, fernab von brennenden Klavieren, keckem Schäkern mit der Kamera und schwindlig-unnötigen Auslandvotings.

Und es ist eine Wirklichkeit, die sich die Wiener Musikszene so wohl nicht erwartet hätte. Da werden anständige Konzerthallen von Bands gefüllt, die quasi ums Eck wohnen. Da stehen Namen auf den großen Plakaten, die die coolen Kids bereits vor Jahren als Geheimtipp verzapft haben, während die Leute in der Runde ihre Unwissenheit verlegen mit einem bestätigendem Nicken kaschierten. Natürlich heißt das jetzt nicht, dass alles super ist. Aber es ist mal nicht schlecht, damit kann man arbeiten. Mit diesem Umfeld, diesem Aufwind, diesem frühlingshaften Willen, sich im Kreis zu drehen, um nichts von dem, was da gerade passiert, zu verpassen. Denn abseits der großen Reklamen scharren bereits die nächsten Hits in den Startlöchern.

Und sicher, inmitten dieser Mischung aus irren Hypes und ehrlicher Begeisterung wird manch einer seiner aufkeimenden Neugier nicht mehr widerstehen können und wissen wollen, was es da noch gibt. Um den Pathos mal beiseite zu lassen: es scheint, als würde Österreich mit dem Gedanken spielen, tatsächlich mal ein bisschen auf seine MusikerInnen zu schauen. Andererseits wären wir nie an diesem Punkt ohne den unbeugsamen Willen der Musiker-Innen selbst. Ohne ihr Bedürfnis, ihre Kreativität nicht im Sand der Ignoranz verlaufen zu lassen. Na gut, doch noch Pathos.


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