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„Mein Wien“ mit Manuel Ortlechner

03. November 2014 / von / 0 Kommentare

Manuel Ortlechner (34) ist ein Schöngeist – im positiven Sinne. Der Innenverteidiger und Kapitän der Wiener Austria beschäftigt sich nämlich abseits des grünen Rasens mit Kunst, Mode und Musik. Er geht, so oft es das Profi-Fußball-Geschäft zulässt, in Ausstellungen, besucht Konzerte von Bands wie Elbow und hört im Gegensatz zu seinen Teamkollegen, die Radio Energy aufdrehen, seit Jahren FM4.

Wir haben den Fußballer in einem seiner Lieblingslokale, der Halle im Museumsquartier getroffen, in dem es für ihn die beste weiße Schokocreme der Stadt gibt. Am Restaurant schätzt er dann noch die Kombination aus Alt und Neu: „Wenn man einen Blick nach oben, an die Decke wirft, haut einen das einfach um.“ Manuel Ortlechner zeigt euch in der neuen Rubrik „Mein Wien“ seine Lieblingsplätze der Stadt:

Naschmarkt
(6., Rechte Wienzeile)

„Für mich ist der Naschmarkt ein Schmelztiegel der Kulturen. Dort kann man sehr gut frühstücken, aber auch fein Abendessen gehen. Da ich gerne Fisch esse, gehe ich oft zu Umar-Fisch, eines der besten Restaurants Wiens. Die Speisen sind zwar nicht günstig, aber die Qualität ist top. Hin und wieder bin ich zu Mittag mit Spielerkollegen dort oder am restlichen Naschmarkt unterwegs. Wir gehen dann entweder ins Neni, Deli oder Orient & Okzident essen.“

Le Loft
(2., Praterstraße 1)

„Mit dem Restaurant, der Bar am Dach des Sofitel am Donaukanal, verbinde ich meine Hochzeit. Dort habe ich nach dem Standesamt im engsten Familienkreis gegessen und gefeiert. Wenn Freunde von mir auf Wien-Besuch sind, zeige ich ihnen dort die Stadt von oben. Das liegt am Ausblick, der ist ein Wahnsinn. Man fährt in einem schwarzen Lift hoch, kommt oben an und wenn die Türen aufgehen, liegt einem die Stadt zu Füßen. Einfach bombastisch.“

Ostlicht
(10., Absberggasse 27)

„Da ich mich seit kurzem leidenschaftlich, hobbymäßig bzw. semiprofessionell mit Fotografie beschäftige, gehe ich sehr gerne zu Ausstellungen ins West- und Ostlicht. Diese beiden Galerien sind in Wien einfach die besten Plätze in Sachen Fotografie. Ich habe mir kürzlich auch selbst eine Leica M zugelegt, mit der ich aktuell viel Zeit verbringe. Fotografieren macht mir sehr viel Spaß, fordert mich heraus und bringt mich auf andere Gedanken.“

Monte Rosa
(18., Herbeckstraße 78)

„Das Lokal liegt bei mir um die Ecke – zwei Minuten von meiner Wohnung entfernt. Es ist einer meiner Stammitaliener. Dort esse ich eigentlich immer das Gleiche: Zu 99 Prozent Gnocchetti alla Sarda. Und wenn ich mal Pizza bestelle, ist es auch immer dieselbe: Monte Rosa. Ich variiere beim Essen zum Leidwesen meiner Frau sehr wenig. Ich bin am Land aufgewachsen und da gibt es einen Spruch, der genau auf mich zutrifft: Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht.“

Blaustern
(19., Döblinger Gürtel 2)

„Für mich ist das ein Frühstücks-Klas-siker. Als Julian Baumgartlinger und Zlatko Junuzović noch bei der Austria gespielt haben, haben wir uns hier relativ oft zum Frühstücken getroffen. Das war eine Art Teambildung. Im Sommer kann man auf der schönen Terrasse seinen Tag starten. Die Qualität der Speisen ist hervorragend. Der Kaffee stammt aus der hauseigenen Rösterei. Ich bestelle mir immer das Blaustern-Frühstück (Kaffee, Tee oder Schokolade, 1 Ei im Glas, 2 Gebäck, Butter, Putenschinken, Mailänder Salami, Serranoschinken, Philadelphia oder Marmelade, Bergbaron und frisch gepresster Orangensaft).“

Motto/Motto am Fluss
(1., Schwedenplatz 2)

„Das Originalmotto im fünften Bezirk ist für mich eines der coolsten Lokale Wiens – feines Essen, gutes Publikum und eine schräge Inneneinrichtung. Es ist immer wieder einen Besuch wert – nicht nur zum Essen. Auch die Cocktails schmecken hervorragend. Da lässt sich der Abend schon ganz gut mit Freunden verbringen. Untertags bin ich lieber im Motto am Fluss. Die Lokale entlang des Donaukanals sind immer einen Besuch wert. Dort kann man locker den ganzen Abend verbringen – zuerst BBQ im Big Smoke, auf einen Drink zum Tel Aviv Beach und zum Schluss ins Flex auf ein Konzert.“

Foto: © Josef Gallauer


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