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Larissa Marolt: „Nobody is perfect – ich schon gar nicht“

16. Dezember 2014 / von / 0 Kommentare

Schauspielerin und Model Larissa Marolt (22) hat von Castingshows bis Dschungelcamp einige “Trash”-Formate im Fernsehen durchgemacht. Mit uns spricht sie über Jobs, die sie nicht machen würde und ob sie sich als Feministin bezeichnet.

Interview: Tatjana Pantelić | Foto: Kosmas Pavlos

Welche Kriterien sind für dich bei der Auswahl von Jobangeboten, wie etwa „Dschungelcamp“, „Die große Chance“ oder Backstage Reporterin von „Austria’s Next Topmodel“ entscheidend? Gibt es etwas, das du nicht machen würdest?

LARISSA MAROLT: Mich muss das Format interessieren und reizen, denn wenn ich etwas mache, dann stehe ich absolut hinter dem Projekt und bin mit ganzem Einsatz dabei. Natürlich habe ich schon einige TV-Projekte abgelehnt. Wenn ich glaube, dass mir etwas nicht liegt oder ich mich mit dem Format überhaupt nicht identifizieren kann, dann mache ich es nicht.

Sendungen wie das Dschungelcamp werden von KritikerInnen oft als „Unterschichtenfernsehen“ bezeichnet. Was hältst du davon?

MAROLT: Das Dschungelcamp ist ein Phänomen unserer Zeit, denn es ist die erfolgreichste Unterhaltungsshow mit über acht Millionen Zusehern im deutschen Raum. Alle gesellschaftlichen Schichten schauen zu, aber nur wenige stehen dazu.

Vor allem das Modelbusiness gilt als hartes Pflaster, an dem auch schon einige Frauen zerbrochen sind. Wie empfindest du das?

MAROLT: Es stimmt, als Model steht man ständig unter Druck, denn man ist im Grunde nie schön und schlank genug. Ich habe mich da nie so rein gesteigert. Hauptberuf Model war jedoch nie mein Ziel und wäre mir persönlich auch zu wenig. Außerdem muss jedem Mädchen, das mit dem Modeln beginnt, klar sein, dass es nur wenige Mädchen wirklich ganz nach oben schaffen. Da gehört auch viel Glück und Disziplin dazu und natürlich muss man dem Zeitgeist entsprechen. Man darf nicht verzweifeln, wenn man beim Casting keinen Erfolg hatte, sondern immer wieder aufstehen und weiter kämpfen. Aber das ist halt nicht so leicht, wie es gesagt ist, und viele Mädchen verlieren dann den Mut, ihr Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Da ist es dann gut, wenn Freunde und Familie hinter dir stehen und dich wieder aufbauen.

Es gibt viele junge Frauen, die dich als Vorbild haben. Wie gehst du mit dieser Verantwortung um?

MAROLT: Ich weiß nicht, ob ich mich als Vorbild eigne. Wohl eher nicht, denn ich bin nicht perfekt. Ich versuche mein Leben so zu leben, wie ich es mir vorstelle. Unabhängigkeit und Freiheitsgefühl sind für mich sehr wichtig.

Würdest du dich als Feministin bezeichnen?

MAROLT: Ich bin für die Gleichberechtigung von Mann und Frau, beide sollen sich auf Augenhöhe begegnen und die gleichen Freiheiten und Möglichkeiten haben, sowohl im Berufs- als auch im Privatleben.

Warum suchst du trotz negativer Kritik, oft auch über Social Media, nach deinen Auftritten immer wieder die Öffentlichkeit?

MAROLT: Kritik interessiert mich sehr. „Nobody is perfect“ und ich schon gar nicht. Konstruktive Kritik höre ich mir gerne an und bin dankbar dafür. Hasstiraden gegen meine Person lassen mich aber mittlerweile kalt. Was meine Social-Media-Auftritte betrifft – ich nehme an, du meinst Facebook, ich habe nämlich noch keinen Instagram oder Twitteraccount – ich teile meinen Freunden und Fans gerne mit, was mich bewegt, was ich denke oder auch an welchem Projekt ich gerade arbeite. Das Feedback, das ich erhalte, interessiert mich sehr.

Zur Person

Larissa Marolt (22) ist Model und Schauspielerin. Bekannt wurde sie durch ihren Sieg bei “Austria’s Next Topmodel” im Jahr 2009. Es folgten Auftritte bei “Germany’s Next Topmodel”, deutschen Daily-Soaps und dem Erfolgsformat “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!”. Zuletzt war sie Jury-Mitglied der ORF-Sendung “Die große Chance”.

 


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