(c) barbara pálffy

La Línea – Der Traum vom besseren Leben

24. November 2015 / von / 0 Kommentare

Im Dschungel Wien gab es am 15. Oktober 2015 die Erstaufführung des Schauspiels, das die Geschichte  zweier Jugendlicher auf der Flucht von Mexiko in die USA erzählt. Weitere Aufführungen sind für den 30. November sowie 1. Dezember geplant.

Über 59,5 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Mehr als die Hälfte von ihnen ist unter 18 Jahre alt. Tausende Flüchtlinge sterben jährlich beim verzweifelten Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen oder auf der gefährlichen Reise durch die Wüste, um „la línea” – die Grenze zwischen Mexiko und den USA – zu überqueren. Statistiken und Zahlen sind durch die Medien bekannt, doch hinter jedem einzelnen dieser Menschen steht eine persönliche Geschichte, durch die erst verständlich werden kann, was Menschen dazu bringt, alles zurückzulassen und die Gefahren der Flucht auf sich zu nehmen, um ein neues Leben zu beginnen.

„La Línea” erzählt eine ebensolche Geschichte: Die Geschwister Miguel und Elena sehen im mexikanischen Dorf San Jacinto keine Zukunft für sich. Ihr Vater lebt seit Jahren in den USA und hat endlich genug Geld gespart, um einen Schlepper zu bezahlen, der nun auch den 15-jährigen Miguel über die Grenze bringen soll. Doch niemand hat damit gerechnet, dass seine jüngere Schwester Elena ihm auf dieser ungewissen Reise folgt. Gemeinsam sehen sie sich mit immer neuen Gefahren konfrontiert, müssen auf den berüchtigten Todeszug „la bestia” springen und die Wüste zu Fuß durchqueren, um ihr in immer weitere Ferne rückendes Ziel doch noch zu erreichen. Ständig auf der Hut vor brutalen Banden und der Grenzpolizei ist völlig unklar, welchem ihrer Begleiter sie vertrauen können und ob sie „la línea” jemals überwinden werden. Die Grenzen, an die sie dabei immer wieder stoßen, sind ganz persönlicher und emotionaler Art.

Ticktes und Programminformationen unter: www.dschungelwien.at

Foto © Barbara Palffy

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