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“Hallo, hier sind wir wieder!”

03. Februar 2016 / von / 0 Kommentare

Mit “All That Glitters Is Not Gold” melden sich A Life, A Song, A Cigarette zurück. Wir haben mit ihnen über ihr neues Album und ihren musikalischen Aufbruch gesprochen.

Foto: Andreas Jakwerth

WV: „All That Glitters Is Not Gold“ – Warum Shakespeare?

A LIFE, A SONG, A CIGARETTE: Zu allererst finden wir den Namen phonetisch spannend. Ob Shakespeare, der griechische Dichter Äsop oder ob es einfach ein abgewandeltes Led Zeppelin Zitat ist, darf dann jede/r für sich selbst entscheiden. Grundsätzlich finden wir es aber schon wichtig, einen Blick hinter die Fassade zu werfen, Dinge zu hinterfragen.

WV: Der Entstehungsprozess des Albums hat sich über zwei Jahre erstreckt. War das so geplant?

A LIFE, A SONG, A CIGARETTE: Am Anfang war eigentlich nur eine EP geplant. Das Album ist uns dann sozusagen passiert. Die lange Aufnahmedauer liegt auch darin begründet, dass viele von uns in anderen Projekten spielen.

WV: Die erste Single „Blindhearted“ thematisiert Abschied und Neubeginn, im Video verweist ihr auf euer früheres Album „Black Air“. Sind der Song und das Video auch ein Statement auf euren musikalischen Aufbruch?

A LIFE, A SONG, A CIGARETTE: Wir haben den Song bewusst als erste Single ausgewählt, weil wir denken, dass er musikalisch wahrscheinlich am weitesten entfernt ist von Songs unserer früheren Alben. Er kam uns deshalb auch am geeignetsten vor für ein “Hallo, hier sind wir wieder!”. Die Energie ist sicher die richtige für alles, was uns jetzt im Zuge dieser Veröffentlichung erwartet – Aufbruchstimmung und gleichzeitig angekommen sein.

WV: Nach über 10 Jahren Bandgeschichte zeigt „All That Glitters Is Not Gold“ eine musikalische Veränderung. Wie kam es dazu und warum gerade jetzt?

A LIFE, A SONG, A CIGARETTE: Abgesehen davon, dass alles und jede/r sich ständig verändert, hatten wir diesmal mit Stefan Deisenberger einen Produzenten mit an Bord, dem wir musikalisch und thematisch absolut vertrauen konnten. Von ihm stammen viele Ideen was Klang und Arrangement betreffen.

WV: Welcher Sound hat euch während den Aufnahmen inspiriert?

A LIFE, A SONG, A CIGARETTE: Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Zum einen, da die Aufnahmedauer wie schon erwähnt so lange war, zum anderen, da wir doch einen unterschiedlichen Musikgeschmack haben. Ich denke, wenn wir uns auf eine einzelne Band einigen müssten, wären das die Beatles.

WV: Wie hat die Arbeit im Studio ausgesehen?

A LIFE, A SONG, A CIGARETTE: Wir haben uns zu 7-8 Sessions zu je vier Tagen in unserem Studio, der Tonkombüse, in Wien Ottakring getroffen. Meist nur mit Songideen einzelner Bandmitglieder ausgestattet. Diese haben sich dann bis zum Ende der jeweiligen Session zu ganzen, fertig aufgenommenen Liedern entwickelt, eine für uns gänzlich neue Herangehensweise.

WV: Seid ihr als „alte Hasen“ im Musikbusiness beim Release noch aufgeregt oder legt es sich mit der wachsenden Anzahl an Studioalben?

A LIFE, A SONG, A CIGARETTE: Die Arbeit ist immer noch spannend, sonst könnte man es auch gleich bleiben lassen. Wobei natürlich eine gewisse Routine oft hilfreich ist.

WV: Ihr werdet oft als Alternative-Country-Band betitelt. Was haltet ihr von engen Genredefinitionen?

A LIFE, A SONG, A CIGARETTE: Wir sind keine großen Freunde von Schubladisierungen. Das überlassen wir lieber der Hörerin und dem Hörer.

 


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