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Fit durch 2016

13. Januar 2016 / von / 0 Kommentare

Hallo, ich bin faul. Fitness faul. Doch im neuen Jahr soll sich das ändern…

Kolumne: Márcia Neves

Ich liebe es zu tanzen. Ich habe bereits als Kind sehr lange getanzt unter anderem Flamenco und Ballett. Ein gewisses Körpergefühl bringe ich also schon mit. Was ich aber überhaupt nicht ausstehen kann ist Gerätesport. Ins Fitnessstudio gehen, mit fremden Menschen vor sich hin grunzen, jeder in seiner eigenen Ecke, keiner spricht, keiner lacht. Das macht mich fertig. Als wäre Sport nicht schon schrecklich genug. In Wien habe ich bisher noch nicht mein Lieblingssport gefunden, bzw auch nicht wirklich aktiv danach gesucht. Im neuen Jahr will ich aber meine Fitness-Faulheit endlich in den Griff bekommen. Schließlich werde ich nicht jünger und mein Bindegewebe auch nicht fester. Ich habe beschlossen mal eine ganz andere Art von Ganzkörper-Fitness-Quälerei auszuprobieren…

Poledance

Ist alles andere als das was man aus Stripclubs kennt. Eine gewisse Grundfitness sollte man auf jeden Fall mitbringen. An der Stange hochzuklettern und akrobatische Kunststücke zu vollziehen schafft man nicht, wenn die eigenen „Muskeln“ sich als „Pudding“ tarnen. Poledance finde ich zwar sehr schön und bewundernswert, ist aber für mich nicht das Richtige. Mir hat ein bisschen das elfenhafte gefehlt. Außerdem sah ich am nächsten Tag aus, als wäre ich in eine Schlägerei verwickelt gewesen. Ich hatte überall blaue Flecken.

Aeriel Hoop

In einem Metallreifen, der von der Decke hängt, herumwirbeln und sich wie eine Zirkusfee fühlen. Perfekt. Was allerdings einfach aussieht, ist in Wahrheit ein Balanceakt um das eigene Leben. Wer Höhenangst hat, sollte also lieber die Finger davon lassen. Ich liebe Aeriel Hoop und werde es auch weiterhin machen, allerdings fühle ich mich in einem Reifen, derfast zwei Meter über dem Boden hängt, nicht ganz so sicher.

Aeriel Silk

Was federleicht aussieht und ein bisschen an Cirque du Soleil erinnert, ist in Wahrheit sehr schwer. Im Durschnitt macht man während einer Aeriel Silk Stunde
20 Klimmzüge. Für jemanden wie mich, der nicht mal einen schafft, eine wahre Herausforderung. Die super schönen gedehnten Kunststücke habe ich elegant gemeistert, doch das Klettern hat mich fertig gemacht. Um an die Decke zu klettern, muss man sich das Tuch um die Füße wickeln und dann hochziehen. So lange bis man oben angekommen ist. Ich hatte anfangs etwas Angst, kopfüber von der Decke zu hängen. Ich habe mich aber zusammengerissen und meine Angst einfach überwunden. Danach wollte ich gar nicht mehr runter…. Meinen Sport für 2016 habe ich gefunden und ich freue mich schon riesig auf den Kurs!!

Es gibt kein besseres Gefühl, als seinen inneren Schweinehund zu überwinden und einfach mal etwas Neues auszuprobieren!

 

Foto © Phillip Lipiarski

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