SHOPPING ONLINE DSC_7932

Außergewöhnliche Stores: Shoppen in Mariahilf

12. November 2015 / von / 0 Kommentare

Der sechste Wiener Gemeindebezirk gilt schon länger als einer der cooleren Stadteile. Dennoch gibt es zwischen den etablierten und zumeist stadtbekannten Stores auch hier noch viel Neues zu entdecken. Das Angebot reicht dabei über Kleidung bis hin zu ausgefallenen Geschenkideen und vielem mehr – natürlich mit einem gewissen Charme und einem Hauch von Exklusivität versehen.

Fotos: Igor Ripak

 

 

Teuchtler

Musikliebhaber und Plattensammler können beim „Teuchtler“ nur schwer vorbeigehen. Denn der Laden bietet nicht nur eine große Auswahl an Second-Hand-Schallplatten, CDs, und Musikbüchern, sondern ist auch Wiens größter Handel mit alten Schellacks. Über 20.000 Stück sollen es laut Homepage sein. Das glaubt man sofort, wenn man zum ersten Mal die Räumlichkeiten betritt und vor unzähligen Regalen und Kisten voll mit Musik steht. Diese eindrucksvolle sowie einmalige Kulisse hat auch schon US-Regisseur Richard Linklater für sich entdeckt. Im ersten Teil seiner Trilogie „Before Sunrise“ flirten Ethan Hawke und Julie Delpy heftig zwischen den Kategorien „Soul“, „Disco“ sowie „Diversen Interpeten“ und hören sich gemeinsam eine Platte an. Das Personal berät einen mit dem nötigen Fachwissen und Gespür. Und wer seine alten CDs und Platten loswerden möchte, kann das auch im „Teuchtler“ machen. Neben dem Verkauf hat sich die „Fundgrube für Sammler“ auch auf den Ankauf von CDs und Schallplatten spezialisiert.

Windmühlgasse 10
Mo-Fr: 13:00-18:00
Sa: 10:-13:00
Jeden 1. Samstag im Monat: 10:00-17:00

 

 

Zum Gschupftn Ferdl

Von außen betrachtet würde man hinter der Fassade niemals einen Heurigen vermuten, sondern eher ein Games-Geschäft, das sich auf Spiele der 1980er spezialisiert hat. „Zum Gschupftn Ferdl“ steht in großen Pixeln über dem Eingangsbereich, daneben frisst sich der Pacman durch Wein, Wurst und Schinken. Der Stadtheurige für Bobos und Feinschmecker hat sich seit der Eröffnung vor eineinhalb Jahren bereits etabliert. Die Brettljause heißt hier nicht Schlachtplatte, sondern „Der Bauer als Millionär“ oder „Der Verschwender“. Wer kein Fleisch isst, kommt hier auch nicht zu kurz. Denn beim „Käseorchster des Mäusekönigs“ spielen unterschiedliche Käsesorten mit Zwiebelmarmelade, Früchtechutney, Nüssen und Äpfeln ein harmonisches Gaumenkonzert. Alles Bio, eh klar. Am Wochenende gibt’s dann auch immer wieder Tanzmusik von heimischen DJs serviert. Gelungen ist übrigens auch die Schank und der Innenhof, der im Sommer ein guter Ort zum Abhängen ist.

Windmühlgasse 20
Mo-Sa: 16:00-02:00

 

 

We Bandits

Die Skandinavier schneiden nicht nur beim PISA-Test besser ab als wir, sondern haben uns auch in punkto Fashion und Design einiges voraus. Aber man muss ja zum Glück nicht mehr nach Stockholm, Göteborg oder Kopenhagen reisen, um an Kleidung und Accessoires von Hansen, Henrk Vibskov, L’ Homme Rouge und Sandqvist zu kommen. Man braucht sich nur ein paar Schritte von der Mariahilfer Straße entfernen und schon hat man ein paar Hundert Euro weniger auf dem Konto. Bei „We Bandits“ finden Mann und Frau ein ausgesprochen gut ausgewähltes Sortiment an Shirts, Jacken, Marken, Taschen, Schuhen, Pullovern, Gürteln, Socken, Schals, Kleidern und Schmuck – ausgesucht von Sophie Pollak, der Inhaberin des Ladens, die sich für faire Produktionsbedingungen einsetzt. Und das hat natürlich seinen Preis. Neben tollen Designerklamotten aus Schweden und Dänemark gibt es im Shop (und Online) Mode aus Südkorea. Auch super.

Theobaldgasse 14
Mo-Fr: 12:00-19:00
Sa: 11:00-18:00

 

 

Répertoire

Wenn man wieder mal keine Ahnung hat, was man seinen Liebsten oder Bekannten schenken soll, dann kann man es sich auch einfach machen und auf einen Sprung ins Répertoire schauen: Dort gibt es sehr viele tolle und lässige Sachen. Betrieben wird der Shop von Mimi Hofmann und Angi Harrer, die sich vor allem auf Waren spezialisiert haben, die das Leben erleichtern. Die Auswahl an verschiedenen Designstücken, die immer auch etwas Verrücktes und Ausgefallenes innehaben, ist groß: Lampen, Möbel, Bettzeug, Trinkflaschen und Notizbücher wie Papierwaren in unterschiedlichen Farben, Formen und Ausführungen. Neben schrägem Büromaterial gibt es auch noch ausgefallene Geburtstagskarten, Spiele und Alltagsgegenstände, die in der Wohnung sicherlich ein Hingucker sind und garantiert auch ihren Zweck im Haushalt erfüllen. Wie zum Beispiel der Egg Separator in Form eines Schweins, der den Dotter vom Eiklar trennt. Das Leben kann so einfach sein…

Otto-Bauer-Gasse 9
Mo-Fr: 10:00-19:00
Sa: 10:00-18:00

 

 

Vintagerie

Wohnung einrichten ist ja so eine Sache. Erstens fehlt einem eigentlich immer das nötige Geld, um auf extravagantes Design zurückgreifen zu können. Zweitens gibt es Ikea: Dort ist zwar alles halbwegs leistbar, aber man will sich doch auch ein bisschen von den anderen abheben und nicht in einem Ikea-Schauraum wohnen. Also bleibt einem oft nur mehr der Flohmarkt oder die etwas teurere Variante als mögliche Option: Die zahlreichen Vintage-Läden der Stadt. Eine gute Anlaufstelle für Möbel aus den 30er bis 80er Jahren ist die Vintagerie. Auf rund 200 Quadratmetern findet man ausgewählte Stücke. Neben Stühlen und Tischen gibt es auch Geschirr, Lampen und Accessoires. In diesem Paradies für Designliebhaber kann man aber auch obskure Dinge wie Turnbänke, Apothekergefäße, Fechtmasken und diverse elektronische Geräte wie Wecker und Plattenspieler kaufen. Die Beratung ist top: Freundlichkeit ist hier kein Fremdwort. Wer die Treppen hinabsteigt, bekommt ein Glas Rosésekt angeboten. So will es der Hausbrauch.

Nelkengasse 4
Mo-Fr: 12:00-19:00
Sa: 11:00-18:00

 

 

Hafenjunge

Hamburg ist näher als man denkt – nämlich in der Esterhazygasse. Dort werkt Markus Handl in einem kleinen wie feinen Erdgeschoßlokal und bringt ein Stück der Hansestadt nach Wien. Der Grafiker serviert in seinem erweiterten Büro Spezialitäten wie frische Franzbrötchen und Hot Dogs mit Krautsalat. Besser bekommt man das im hohen Norden auch nicht hin. In unregelmäßigen Abständen gibt es Mettbrötchen mit Fleisch vom Fleischhauer seine Vertrauens – traumhaft gewürzt und mit Gurken, Zwiebel und Schnittlauch serviert. Runterspülen kann man das mit Fritz-Kola, Alsterwasser und unterschiedlichen Biersorten – darunter auch die Hamburger Kult-Marke Astra. Ein Kamin wärmt an kalten Wintertagen, ein Schanigarten macht den Sommer erträglicher. Die Gäste, die sich auch auf einer gemütliche Couch entspannen können, kommen auch zum Einkaufen, um für Freunde ein Geschenk zu besorgen. Aktuell gibt es eine supergemütliche Seemannsmütze „Alaska“, Tassen aus weißem Porzellan, illustriert von der Hamburger Designerin Helma Janssen sowie Bücher und Comics.

Esterhazygasse 11/3
Mo-Fr: 17:00-21:00

 


Kommentieren


9 × = 9