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AK Präsident Rudi Kaske: „Mehrsprachigkeit in den Schulen als Chance nutzen“

10. März 2016 / von / 0 Kommentare

AK Präsident Rudi Kaske spricht sich bei der Eröffnung der Veranstaltung „Mehrsprachigkeit und PädagogInnenbildung“ für mehr Unterricht von MigrantInnensprachen in den Schulen aus.

Im Rahmen der Veranstaltung „Mehrsprachigkeit und PädagogInnenbildung“ hat AK Präsident Rudi Kaske gefordert, dass die wichtigsten MigrantInnensprachen in den Schulen verstärkt als zweite Fremdsprache unterrichtet werden sollen. Hierzu zählen Bosnisch-Kroatisch-Serbisch sowie Türkisch und Albanisch. Zudem müsse es für all diese Sprachen eine dementsprechende Lehramtsausbildung geben. Mehrsprachigkeit eröffne Berufschancen, auch seitens der Wirtschaft werde es gerne genutzt, dass MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund durchschnittlich drei Sprachen sprechen.

Sprachenvielfalt in Wien

In Wien beherrschen mehr als die Hälfte aller Kinder, die eine Pflichtschule besuchen, neben Deutsch noch eine weitere Sprache und sprechen diese auch im Alltag. Unter den Erwachsenen geben zwei Drittel der Personen mit Migrationshintergrund an, ihre Sprachkenntnisse auch im Beruf einzusetzen. Die Voraussetzungen für die bessere berufliche Verwertung der Sprachkenntnisse könnten bereits in den Kindergärten und in den Schulen geschaffen werden. Kaske betonte daher: „Wir müssen die Mehrsprachigkeit in den Schulen als Chance nutzen.“ Ein guter Ansatz sei, zusätzlich zum Deutschunterricht, muttersprachlicher Unterricht, an dem derzeit 34.000 SchülerInnen teilnehmen. Die Lehramtsausbildung, die es bereits für Kroatisch und Serbisch gebe, solle auch für Türkisch und Chinesisch angeboten werden.

 

Foto: Sebastian Philipp

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