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3 unangenehme Fragen an: Dudu Kücükgöl

02. November 2014 / von / 0 Kommentare

Dudu Kücükgöl ist Wirtschftspädagogin und Sprecherin der Muslimischen Jugend Österreich (MJÖ).

Die MJÖ hat eine Alternative zum Islamgesetz-Entwurf vorgelegt. Warum lehnen Sie Sondervorschriften für Muslime nicht ab?

Kücükgöl: Die Muslime wollen keine Sondervorschriften; wir wollen nur das Gleiche, was auch den anderen Religionsgesellschaften zusteht, wie beispielsweise der evangelischen Kirche und der Israelitischen Kultusgemeinde. Stattdessen wurde für die Muslime ein Entwurf erarbeitet, der sie diskriminiert, unter Generalverdacht stellt und sogar in die Illegalität abdrängt.

„Der“ Islam ist mal wieder Österreichs Sündenbock für Terror in Nahost. Wie leicht fällt Ihnen da noch die Identifikation?

Kücükgöl: Als österreichische Muslime sehen wir uns als Teil dieser Gesellschaft und bringen uns positiv in diese ein. Wenn aber Diskriminierung gesetzlich verankert wird, befürchten wir, dass muslimische Jugendliche den Glauben an ihre Heimat Österreich verlieren.

Glauben Sie, als Kopftuchträgerin werden Sie in politischen Fragen hierzulande ernstgenommen?

In einer demokratischen Gesellschaft sollten die Handlungen und das Engagement mehr Gewicht haben, als die äußere Erscheinung oder die Zugehörigkeit zu einer Religion.

Foto: © Ibrahim Turgut


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