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3 unangenehme Fragen an Alev Korun

01. Mai 2014 / von / 0 Kommentare

Alev Korun ist seit 2008 Nationalratsabgeordnete der Grünen.

Frau Korun, warum gibt es keine Ex-JugoslawInnen bei den Grünen im Nationalrat?

Weil bis jetzt wenige gesagt haben, dass sie an wählbarer Stelle bei den Grünen kandidieren wollen. Ich habe mich vor einigen Jahren aktiv auf die Suche gemacht und da bekam ich oft die Antwort: Ich will mich auf meinen Beruf konzentrieren oder Politik interessiert mich nicht.

Warum sind gerade Sie als gebürtige Türkin die Integrationssprecherin der Grünen?

Ich bin deshalb unter anderem für das Thema Integration zuständig, weil ich Expertin in diesem Gebiet bin. Ich habe jahrelang als Rechts- und Sozialberaterin für Migranten und Migrantinnen gearbeitet. Aber ich war auch außenpolitische Sprecherin der Grünen und bin für Menschenrechte zuständig. Das gilt auch international.

Wie „bürgerlich“ sind die Grünen?

Hm. „Bürgerlich“ ist irgendwie ein Etikett und so ein schwammiger Begriff, unter dem sich viele Leute etwas ganz Unterschiedliches vorstellen. Die Grünen sind aus unterschiedlichen Bewegungen entstanden – der Frauenbewegung, der Friedensbewegung, der Umweltbewegung, der Bewegung für die Rechte von Lesben und Schwulen. Deshalb gibt es bei den Grünen genauso Menschen, die aus bürgerlichen Familien kommen, wie auch Menschen, die aus kommunistischen Familien kommen.

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